ThyssenKrupp Testturm

Architekten:
Werner Sobek mit Helmut Jahn

Objektplanung:
Werner Sobek, Stuttgart/Deutschland & JAHN Architects, Chicago/USA

Planungszeit:
2013 – 2014

Ausführungszeit:
2014 – 2017

Leistungen von Werner Sobek:
Entwurf, Objektplanung, Tragwerks- und Fassadenplanung

Bauherr:
thyssenkrupp Business Services GmbH im Auftrag der thyssenkrupp Elevator AG

Renderings:
Werner Sobek, Stuttgart/Deutschland

Fotografien:
Zooey Braun, Stuttgart/Deutschland
Armin Scharf, Tübingen/Deutschland
Detlef Berndt, Zimmern/Deutschland
Rainer Viertlböck, Gauting/Deutschland
Michael Cesarz

Der Testturm für Aufzüge von ThyssenKrupp (TKT) in Rottweil ist mit rund 246 Metern eines der höchsten Bauwerke Deutschlands. Die Konstruktion dient dem Testen und der Zertifizierung von Hochgeschwindigkeitsaufzügen. Sie trägt so zu einer erheblichen Verkürzung der Entwicklungszeit zukünftiger und bereits in der Konstruktionsphase befindlicher Wolkenkratzer auf der ganzen Welt bei. Der Testturm ist aber mehr als nur ein funktionales Gebäude zur Forschung und Entwicklung. Eine öffentliche Besucherplattform ermöglicht auf 232 Meter Höhe eine 360° Sicht auf die Region um Rottweil. Damit verfügt der Testturm über die höchste Besucherplattform Deutschlands.

Der Testturm wurde neben dem Industriebaupreis auch mit dem Balthasar Neumann Preis 2018 ausgezeichnet. Dieser zeichnet die beispielhafte, innovative und über technisch etablierte Standards hinausgehende Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen an einem Bauwerk aus, das aufgrund dieser Zusammenarbeit herausragende baukulturelle und technische Qualitäten aufweist.

Diese Zusammenarbeit bezieht sich nicht allein auf partnerschaftliche Kooperationen zwischen Architekten und Tragwerksplanern bei der Realisierung eines Hochbauentwurfes oder eines Verkehrswegebauprojektes, sondern auch auf die Zusammenarbeit von Architekten und planenden Ingenieuren aus verschiedenen Fachdisziplinen. Beim Balthasar-Neumann-Preis sollen die Parameter des nachhaltigen Bauens erfüllt sein. An dem zur Prämierung eingereichten Bauwerk muss die durch partnerschaftliche Planung, im Sinne von integrierten und integralen Prozessen, erreichte Qualität nachvollziehbar sein. Der Preis wird verliehen für die gelungene Zusammenarbeit im Bereich Architektur, Tragwerk und Energie-/Nachhaltigkeitskonzept und wird an die Planer dieser drei Bereiche sowie den Bauherrn überreicht.