Hörsaalzentrum Aachen

Architekten:
Schmidt Hammer Lassen, Aarhus/Dänemark

Planungszeit:
2009 – 2010

Ausführungszeit:
2011 – 2016

Leistungen von Werner Sobek:
Generalplanung Technik (Koordination, Budget und Terminplanung)
Tragwerksplanung
Fassadenplanung
Gebäudetechnik
Nachhaltigkeitsberatung

Ausführungszeit:
Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordhrein-Westfalen (BLB NRW), Aachen/Deutschland

Fotografin:
Margot Gottschling, Overath/Deutschland

Der Entwurf des dänischen Architektenteams Schmidt/Hammer/Lassen besteht aus zwei separaten Gebäuden, die über ein verglastes Atrium miteinander verbunden sind. Zentrale Idee des Entwurfs ist der Kontrast zwischen den nach innen orientierten Hörsälen und der offenen Kommunikationszone, die die Hörsäle miteinander verbinden. Diese Kommunikationszone bietet verschiedene Terrassen und Plätze unterschiedlicher Größe, die für soziale Aktivitäten genutzt werden können. Weitgespannte Stahl-Verbundkonstruktionen sorgen für ein großzügiges stützenfreies Atrium. Der nördliche Gebäudeteil beinhaltet zwei Hörsäle mit Kapazitäten von 800 bzw. 1.000 Zuhörern. Über den beiden Hörsälen schweben geschosshohe Fachwerkträger aus Stahl, in denen 16 Seminarräume untergebracht sind. Der südliche Gebäudeteil ist durch eine extreme Schachtelbauweise geprägt, bei der eine Vielzahl der Hörsaalwände als wandartige Träger mit  Spannweiten von bis zu 25 m fungieren. In Teilbereichen kragen Hörsäle bis zu 10 m frei aus und unterstützen hiermit den spektakulären Raumeindruck. Diese Bauweise ist zum einen dem Entwurf, zum anderen den Nutzungsanforderungen nach sehr unterschiedlichen Hörsaalgrößen geschuldet. Die insgesamt 10 Hörsäle dieses Gebäudeteils weisen Kapazitäten von 80 bis 480 Zuhörern auf.

Das von Werner Sobek entwickelte Nachhaltigkeitskonzept setzt den Schwerpunkt auf hohen Nutzerkomfort und eine angemessene Haustechnik. Das Konzept berücksichtigt die klimatischen Bedingungen und lokalen Beschaffenheiten bei der Realisierung der Prämisse, den Energiebedarf des Gebäudes zu reduzieren. Die Gebäudekubatur ist kompakt gehalten, so dass Transmissionswärmeverluste reduziert werden. Gleichzeitig wurden Strategien zum Schutz vor Überhitzung  entwickelt.