S21 – Kelchstützen

Architektur
Ingenhoven Architekten, Düsseldorf/Deutschland

Planungszeit
2011 – 2020

Ausführungszeit
2014 – 2025

Leistungen von Werner Sobek
Tragwerksplanung (LPH 3 – 5 + 8)

Auftraggeber
DB Projektbau GmbH, Stuttgart/Deutschland

Bilder
Ingenhoven Architects, Düsseldorf/Deutschland
Werner Sobek, Stuttgart//Deutschland
HG Esch, Hennef/Deutschland
Achim Birnbaum, Stuttgart/Deutschland
Aldinger und Wolf, Stuttgart/Deutschland
Peter Wels, Hamburg/Deutschland

Das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm erfordert eine Vielzahl von baulichen Änderungen in der Landeshauptstadt Stuttgart. Dazu zählt u. a. der Neubau eines achtgleisigen Durchgangsbahnhofs. Dieser neue Tiefbahnhof besteht aus einer ca. 420 m langen und 80 m breiten Halle. Die Dachkonstruktion dieser Halle ist ein Schalentragwerk aus Stahlbeton, das von sogenannten Kelchstützen getragen wird. Diese Stützen ermöglichen eine hufeisenförmige Abstützung der anschließenden flachen Deckenteile. Die Kelchstützen sind nach oben offen und werden durch filigrane Stahl-Glas-Konstruktionen abgedeckt. Die Kelchstützen reflektieren durch ihre geschwungene Form das auf die helle Betonstruktur treffende Tageslicht weit in die Halle hinein. Die Anforderungen an den Massivbau sind aufgrund der komplexen Geometrie sowie durch die Sichtbetonanforderungen (Sichtbetonklasse SB4) sehr hoch. Die Bewehrungsplanung eines typischen Innenkelches mit einer Bewehrungsmasse von ca. 300 to hat einen Umfang von 350 DIN A0 Plänen. Diese beinhalten sowohl Verlegepläne als auch Pläne mit Biegeformen. Je Kelch treten ca. 1.500 verschiedene Positionen auf. Ein typischer Randkelch inkl. oberer Wand (mit ca. 350 to Bewehrungsstahl) umfasst 400 Pläne. Das gesamte Schalendach wird auf ca. 12.000 Bewehrungsplänen dargestellt.