Interface-Design B10

Architekten
Werner Sobek, Stuttgart/Deutschland

Planungszeit
2013 – 2014

Ausführungszeit
2014

Leistungen von Werner Sobek
Entwurf
Generalplanung
Interface-Entwicklung
Nachhaltigkeitskonzept

Auftraggeber
E-Lab Projekt gGmbH, Stuttgart/Deutschland

Fotograf
René Müller, Stuttgart

Das Aktivhaus B10 vernetzt Elektrofahrzeuge und Gebäude zu einem integral betrachteten Gesamtsystem. Die Steuerung dieses Systems erfolgt durch eine speziell für das Projekt entwickelte App. Der Gestaltung der Benutzeroberfläche dieser App – also des sogenannten Interface – wurde besondere Aufmerksamkeit gewidmet, denn das Interface ist die Schnittstelle, über die die gesamte Interaktion zwischen Nutzer und System erfolgt. Bisherige Ansätze der Verknüpfung von Elektromobilen und stationären Energiesystemen zeichnen sich durch eine eher lose funktionale Kopplung unterschiedlicher technischer Subsysteme aus, die jeweils eigene Steuerungen und Bediengeräte erfordern. In der Regel beschränkt sich die Gebäudesteuerung auf das Gebäude und die direkt dazugehörigen Funktionen. Dasselbe gilt für Apps, die für Elektrofahrzeuge entwickelt wurden (z. B. um den jeweiligen Ladezustand anzuzeigen): Die Funktionalität beschränkt sich in der Regel auf das Fahrzeug. Um die Interaktion mit den Komponenten zu vereinfachen, wurde eine dynamische und kontextabhängige Steuerung realisiert. Diese orientiert sich an der Jahres- und Tageszeit sowie an den Gewohnheiten der Nutzer, am Standort (zuhause oder unterwegs) sowie an der Identität des Nutzers. Die App soll die Bedienung vereinfachen und den Komfort erhöhen; sie kann deshalb Handlungen vorschlagen, die den Nutzer unterstützen. Das Interface bietet darüber hinaus die Möglichkeit, einen sogenannten Avatar zu integrieren; dieser soll den Nutzer auf positive Weise dazu motivieren, ein möglichst nachhaltiges Leben zu führen. Er bietet so eine positiv-emotionale Rückmeldung an den Nutzer und erhöht die Akzeptanz des Systems.