Mercedes-Benz Museum

Architekten:
UN studio van Berkel & Bos, Amsterdam/Niederlande

Planungszeit:
2002 – 2004

Ausführungszeit:
2004 – 2006

Leistungen von Werner Sobek:
Tragwerksplanung (LPH 1 – 8 gemäß § 64 HOAI) und
Fassadenplanung (LPH 1 – 4 gemäß UBF, in Arbeitsgemeinschaft mit DS-Plan)

Auftraggeber:
DaimlerChrysler Immobilien GmbH, Berlin/Deutschland

Fotografen:
Christian Richters, Münster/Deutschland
Roland Halbe, Stuttgart/Deutschland
Brigida Gonzalez, Stuttgart/Deutschland

Das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart ist ein markantes Wahrzeichen der Stadt und unterstreicht eindrucksvoll die Innovationskraft eines der führenden Automobilhersteller der Welt. Die weitspannende Stahlbetonkonstruktion – die einzelnen Ebenen spannen bis zu 30 m stützenfrei – wurde aufgrund ihrer hochkomplexen Geometrie vollständig in 3D geplant. Das Gebäude ist als Doppelhelix strukturiert, so dass zwei voneinander unabhängige Durchgänge durch das Museum möglich sind.

Das Gebäude besteht aus insgesamt 9 Ebenen. Die sechs oberen Ebenen bestehen im Grundriss aus zwei propellerförmigen Teilen, die in jedem Geschoss um 120° verdreht angeordnet sind. Die beiden Teilebenen eines Geschosses sind wiederum jeweils um ca. 1 m in der Höhe versetzt. Im zentralen Gebäudebereich befindet sich das von den drei Kernen eingegrenzte Atrium. Umlaufende Rampen erschließen das Gebäude.

Das Verdrehen beziehungsweise Versetzen der Teilebenen erzeugt eine komplexe räumliche Struktur, die durch die Wiederholung der Tragwerkselemente äußerst effizient und wirtschaftlich ist. Gleichzeitig ermöglicht dieser innere Aufbau eine Vielzahl an Abkürzungen und wechselnden Blickbezügen zwischen den einzelnen Ausstellungsteilen.

Die drei Teile der Sammlung – Automobile, Nutzfahrzeuge, Mythossammlung – sind chronologisch von oben nach unten angeordnet, beginnend mit den ältesten Exponaten auf der obersten Ebene. Die Außenwände werden in den Mythos-Geschossen als tragende Elemente in Konstruktionsbeton ausgeführt. In den Car/Truck-Geschossen sorgen großflächige Glasfassaden für maximale Transparenz und optimalen Blick auf die umgebende Landschaft. Der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Räumen ist so auch an der Fassade ablesbar.

 

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