ThyssenKrupp Testturm

Architektur
Werner Sobek, Stuttgart/Deutschland mit Helmut Jahn, Chicago/USA

Objektplanung
Werner Sobek, Stuttgart/Deutschland
Jahn, Chicago/USA

Planungszeit
2013 − 2014

Ausführungszeit
2014 − 2017

Leistungen von Werner Sobek
Entwurf
Objektplanung
Tragwerksplanung
Fassadenplanung

BGF
12.005 m²

Bauherr
thyssenkrupp Business Services GmbH im Auftrag der thyssenkrupp Elevator AG, Essen/Deutschland

Auszeichnungen
BIM Award 2016 – Auszeichnung
DAM Preis 2019 – Nominierung
Balthasar-Neumann-Preis 2018
Industriebaupreis 2018
Deutscher Fassadenpreis für VHF 2018 – Finalist
Deutscher Ingenieurbaupreis 2018
The Plan Award 2019 – Special Projects

Fotografie
Zooey Braun, Stuttgart/Deutschland
Armin Scharf, Tübingen/Deutschland
Detlef Berndt, Zimmern/Deutschland
Rainer Viertlböck, Gauting/Deutschland
Michael Cesarz

Der Testturm für Aufzüge von ThyssenKrupp (TKT) in Rottweil ist mit rund 246 Metern eines der höchsten Bauwerke Deutschlands. Die Konstruktion dient dem Testen und der Zertifizierung von Hochgeschwindigkeitsaufzügen. Sie trägt so zu einer erheblichen Verkürzung der Entwicklungszeit zukünftiger und bereits in der Konstruktionsphase befindlicher Wolkenkratzer auf der ganzen Welt bei. Der Testturm ist aber mehr als nur ein funktionales Gebäude zur Forschung und Entwicklung. Eine öffentliche Besucherplattform ermöglicht auf 232 Meter Höhe eine 360° Sicht auf die Region um Rottweil. Damit verfügt der Testturm über die höchste Besucherplattform Deutschlands.

Der Testturm wurde neben dem Industriebaupreis und dem Deutschen Ingenieurbaupreis auch mit dem Balthasar Neumann Preis 2018 ausgezeichnet. Dieser zeichnet die beispielhafte, innovative und über technisch etablierte Standards hinausgehende Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen an einem Bauwerk aus, das aufgrund dieser Zusammenarbeit herausragende baukulturelle und technische Qualitäten aufweist.

Diese Zusammenarbeit bezieht sich nicht allein auf partnerschaftliche Kooperationen zwischen Architekten und Tragwerksplanern bei der Realisierung eines Hochbauentwurfes oder eines Verkehrswegebauprojektes, sondern auch auf die Zusammenarbeit von Architekten und planenden Ingenieuren aus verschiedenen Fachdisziplinen. Beim Balthasar-Neumann-Preis sollen die Parameter des nachhaltigen Bauens erfüllt sein. An dem zur Prämierung eingereichten Bauwerk muss die durch partnerschaftliche Planung, im Sinne von integrierten und integralen Prozessen, erreichte Qualität nachvollziehbar sein. Der Preis wird verliehen für die gelungene Zusammenarbeit im Bereich Architektur, Tragwerk und Energie-/Nachhaltigkeitskonzept und wird an die Planer dieser drei Bereiche sowie den Bauherrn überreicht.

Eine Aufbauanimation des Turms findet sich unter https://www.youtube.com/watch?v=cd-2DD2YMfI